Rückblick auf die Stakeholder-Konferenz am 05.06.2026 in Magdeburg 

 

Vernetzt denken, Impulse setzen, Zukunft gestalten

Stakeholder-Konferenz des Kompetenzzentrums Wasserwirtschaft in Magdeburg

Am Freitag, 5. Juni 2026, folgten mehr als 100 Fachleute aus Wissenschaft, Kommunen, Wasserwirtschaft, Industrie, Politik und Verwaltung der Einladung des Kompetenzzentrums Wasserwirtschaft zur ersten Stakeholder-Konferenz im Dorint Herrenkrug Parkhotel in Magdeburg.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der intensive Austausch zu zentralen Herausforderungen und Zukunftsfragen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft in Mitteldeutschland. Ziel war es, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Impulse aufzunehmen und gemeinsam Lösungsansätze weiterzuentwickeln.

 

Interaktives Format fördert Dialog und Vernetzung

Die Konferenz wurde gezielt als interaktives Dialogformat gestaltet: In kurzen Präsentationen, Diskussionen und Fragerunden konnten sich die Teilnehmenden im Rahmen eines Gallery Walks aktiv einbringen. An insgesamt acht Fachtischen präsentierten das Team des Kompetenzzentrums sowie einige Partner aktuelle Projekte und Einblicke in die Netzwerkarbeit. Durch die Einteilung in kleinere, heterogen zusammengesetzte Gruppen wurde ein offener Austausch gefördert und eine lebendige, praxisnahe Diskussion ermöglicht.

 

Zentrale Themen der Wasserwirtschaft im Fokus

Inhaltlich standen insbesondere folgende Themen im Mittelpunkt:

  • Spitzenlastwasserwerk Beesen – ein Ankerprojekt für den Strukturwandel und Transformationsprozess
  • Wasserversorgungskonzept Sachsen-Anhalt – Ergebnisse und weitere Vorgehensweise
  • Nachhaltiges Wassermanagement in Gesundheitseinrichtungen
  • Schwerpunktsetzung des Arbeitskreises 5 „Entwicklung und Substanzwerterhaltung wasserwirtschaftlicher Infrastruktur“
  • Schwerpunktsetzungen der Arbeitskreise „Reduzierung von Schadstoffbelastungen im Abwasser“ und „Energieeffizienz in wasserwirtschaftlichen Anlagen“
  • Projekt FlexContAr: Flexible Containerlösung als Alternative zur 4. Reinigungsstufe
  • Pilotprojekt „Wassersensible Stadtentwicklung im Lutherviertel“
  • Potenzialstudie blau-grüne Infrastruktur in der Pilotstadt Halle (Saale) in Zusammenarbeit mit dem UFZ

Diese Themen verdeutlichen die Komplexität und die strategische Relevanz der Wasserwirtschaft im Kontext von Klimawandel, Ressourcenmanagement und regionaler Entwicklung.

 

Starkes politisches Signal

Ein wichtiges Zeichen setzte Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, in seinem Eröffnungsvortrag. Er betonte die zentrale Bedeutung einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung für Gesellschaft und Wirtschaft:

„Wasser ist eine lebenswichtige Ressource und essenziell für die Sicherheit unserer Ernährungs-, Energie- und Wirtschaftssysteme. Eine funktionierende und nachhaltige Wasserbewirtschaftung ist entscheidend – für den Schutz der öffentlichen Gesundheit, den Umweltschutz und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.“

Einen visuellen Eindruck der Veranstaltung vermittelt ein vom Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt veröffentlichter Videobeitrag auf LinkedIn, der ausgewählte Highlights der Konferenz zeigt. Unter diesem Link können Sie dich den Beitrag ansehen.

 

Impulse für die weitere Arbeit des Kompetenzzentrums

Wertvolle inhaltliche Impulse für die zukünftige Arbeit des Kompetenzzentrums kamen unter anderem von:

  • Dr. Sandra Hagel (Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt) per Video-Botschaft
  • Prof. Dr. Jürgen Wiese (Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie, Hochschule Magdeburg-Stendal)
  • Frank Aschenbach (KSB SE & Co. KGaA)

Die Referierenden machten deutlich, dass die anstehenden Transformationsprozesse nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure erfolgreich gestaltet werden können. Unter anderem könne die Vernetzungsarbeit in Mitteldeutschland und darüber hinaus vorangetrieben werden. Das Kompetenzzentrum habe Expertise bereits gebündelt und Pilotprojekte begleitet. Darauf könne und müsse aufgebaut werden. Die fachliche Beratung der Stakeholder durch das Kompetenzzentrum könne dabei ein wichtiger Faktor sein, u.a. um eine Brücke zu Verwaltung und Fachreferaten zu schaffen. Die Partnerschaften des Kompetenzzentrums seien ein starker Zugewinn für die Region.

 

Fazit: Zusammenarbeit als Schlüssel zur Transformation

Die Stakeholder-Konferenz hat gezeigt: Die Transformation hin zu einer nachhaltigen und resilienten Wasserwirtschaft gelingt nur durch enge Zusammenarbeit, offenen Dialog und ein starkes Netzwerk.

Das Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft wird diesen Austausch auch künftig aktiv gestalten und seine Position als Plattform für Vernetzung, Wissensaustausch und gemeinsame Projektentwicklung weiter ausbauen.

📸 Fotos: Markus Scholz

Foto: Markus Scholz

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